Inhalt
Kinderärzte schlagen Alarm: Kinder werden immer dicker

Um die Gesundheit der Kinder ist es schlecht bestellt – wenn man einer aktuellen Forsa-Umfrage aus dem April 2011, die von der DAK in Auftrag geben wurde, glaubt. Dabei wurden 100 Kinderärzte nach dem Stand der Gesundheit befragt. Ergebnis: Die Gesundheit wird schlechter. Insbesondere psychische Probleme, Übergewicht und Rückenschmerzen nehmen zu.
Laut DAK erklärten mehr als die Hälfte der befragten Mediziner, dass sich der Gesundheitszustand der Kinder seit dem Jahr 2000 eher (51 Prozent) bzw. deutlich (4 Prozent) verschlechtert hätte. Mit 97 Prozent stellen fast alle befragten Kinderärzte fest, dass vor allem psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten zugenommen haben. 55 Prozent erkennen sogar einen „starken“ Anstieg. Nach Ansicht der meisten Mediziner sind vor allem Grundschüler zwischen sechs und acht Jahren betroffen. In dieser Altersgruppe treten auch viele Gesundheitsprobleme durch Übergewicht auf. 95 Prozent der Kinderärzte stellen hier eine Zunahme fest. Auch motorische Defizite sowie Sprach- und Hörprobleme haben zugenommen. Die Diagnosen treten am häufigsten bei den 3- bis 5-Jährigen auftreten.
Risiken: Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Medien
Die größten Gefahren für die Gesundheit der Kinder sind nach Einschätzung der befragten Kinderärzte vor allem ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel in der Freizeit und eine zu intensive Nutzung von Fernsehen und Computer. Sehr häufig stufen die Mediziner auch eine fehlende Vorbildfunktion der Eltern als Risikofaktor ein. Zu wenig oder schlechten Sportunterricht an Schulen gaben 61 Prozent der Ärzte an.
Auch gut zu wissen: Jugendliche, die ihre Freizeit sportlich aktiv gestalten, können besser denken. Das fand eine im Juli 2010 veröffentlichte Studie heraus. Spanische Wissenschaftler hatten 1800 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren nach ihren sportlichen Aktivitäten befragt. Gleichzeitig wurde das logische Denken überprüft. Das Ergebnis: Ganz unabhängig von anderen Faktoren wie dem sozialen Status oder dem BMI erbrachten aktive Jugendliche bessere Denkleistungen.
Fazit: Zur Förderung der Kinder und Jugendlichen muss auch die Bereitstellung von Möglichkeiten des Sporttreibens gehören.
Besonders Eltern sollten für Kinder und Jugendliche mit einer aktiven Lebensweise eine Vorbildfunktion ausüben. Gemeinsame sportliche Aktivitäten und die Mitgliedschaft in einem Sportverein sollten dabei im Vordergrund stehen.
Das Bildungswerk bietet daher eine Vielzahl von Lehrgängen an, welche Ideen und Anregungen für die Bewegung von Kindern und Jugedlichen liefern sollen. Interessante Weiterbildungsangebote rund um die Themen Bewegung und Sport finden Sie hier >>>
Autor: C. Bölke (www.carstenboelke.wordpress.com)


E-Mail